Was „Ergonomie“ übersehen hat: Sie

Tut uns leid, Ihnen eine Illusion rauben zu müssen, aber das Modewort „ergonomisch“, mit dem derzeit von Duscharmaturen bis hin zu Sparschälern alles versehen wird, bedeutet nicht das, was Sie glauben.

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Es kann durchaus sein, dass Sie dies lesen, während Sie auf etwas sitzen, von dem Sie gehofft hatten, es sei der perfekte ergonomische Stuhl. Der Sitz aus Formschaumstoff umschließt liebevoll Gesäß und Oberschenkel. Die Lendenwirbelstütze ist bullig, die Armlehnen sind verstellbar. Und Sie halten sich an die vorgeschriebenen 90 Grad: Arme, Hüften, Knie, alles exakt im rechten Winkel.

Heutzutage wird alles, von Duscharmaturen über Sparschäler bis hin zu Babytragen, als „ergonomisch“ verkauft. Aber ungeachtet des Hypes bedeutet das E-Wort vielleicht nicht das, was es Ihrer Meinung nach bezeichnet.

Die Wahrheit: Man hat uns vorgegaukelt, „ergonomisch“ und „gut für Sie“ sei dasselbe. Schlägt man jedoch „Ergonomie“ im Wörterbuch nach, findet man folgendes: „Wissenschaft von den Leistungsmöglichkeiten und -grenzen des arbeitenden Menschen sowie von der optimalen wechselseitigen Anpassung zwischen dem Menschen und seinen Arbeitsbedingungen“

Merken Sie, dass dort nichts über Ihre persönliche Gesundheit, Ihr Glück oder Wohlbefinden steht?

In diesem Beitrag betrachten wir kurz, wie „ergonomisch“ fälschlicherweise zum Synonym für „gesund“ wurde und warum Schreibtischarbeiter so anfällig für Schmerzen und chronische Krankheiten sind.

Wir werden dabei aufzeigen, wo Fortschritte gemacht wurden, die in den neuesten Erkenntnissen darüber gipfeln, wie aktive, bewegungsbasierte Arbeitsplätze geschaffen werden können, die uns zu Höchstleistungen anspornen.

Zu guter Letzt stellen wir Ihnen fünf bewährte Veränderungen vor, die Sie an Ihrem Arbeitsplatz vornehmen können, um Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern und dazu beizutragen, dass unser Arbeitsleben Teil unseres besten Lebens wird.

Man hat uns vorgegaukelt;
„ergonomisch“ und
„gut für Sie“
sei dasselbe.

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Ein Wohlfühl-Homeoffice einrichten? Erfahren Sie mehr


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Wir wissen seit Jahrhunderten, dass „Sitzkrankheit“ eine Tatsache ist.

Bereits Anfang des 18. Jahrhunderts stellte der italienische Arzt Bernardino Ramazzini, der als Vater der Arbeitsmedizin gilt, fest, dass es Menschen, die arbeitsbedingt aktiv waren, wie körperlich belastend ihre Tätigkeit auch sein mochte, besser ging als Menschen mit eher sitzenden Tätigkeiten, die eine längere oder statische Körperhaltung erforderten.

Ein Jahrhundert später nahm der Schweizer Arzt Samuel Auguste Tissot dies in seiner Abhandlung „Von der Gesundheit der Gelehrten“ auf und erklärte, Schreibtischarbeiter litten unter schlechter Durchblutung und Verstopfung ihrer Organe. Schlechte Körperhaltung und mangelnde Bewegung, so postulierte er, machten sie anfällig für Hämorrhoiden und Wassersucht, eine gefährliche Schwellung, meist der Arme oder Beine.

Und anscheinend hörte man auf ihn. Noch 1851 verrichteten nur 44.000 Menschen Verwaltungsarbeit. Sitzen bei der Arbeit war im Grunde unbekannt. Handwerker standen an ihren Werkbänken. Buchhalter standen in den Kontoren an hohen Tischen. Unternehmen waren klein und hatten nicht mehr als ein paar Dutzend Mitarbeiter.

Sogar der erste Chefsessel, der 1851 auf der Great Exhibition of Works of Industry of All Nations in London vorgestellt wurde, diente der Bewegung. Ein in alle Richtungen drehendes, hüpfendes, kippendes, federndes Spaßmöbel.

Aber dann kam die industrielle Revolution... und das Sitzen wurde seriös.

Bereits in den 1870er Jahren hatte sich die Zahl der sitzenden Arbeiter auf 91.000 verdoppelt. Die gute Nachricht war, dass sie immer noch auf Hockern saßen, die gerade so unbequem waren, dass man bei der Arbeit aufstehen und sich bewegen musste.

Zur gleichen Zeit war das Rennen um eine vermarktbare Schreibmaschine im Gange. Um die Jahrhundertwende löste sich das Modell von John Thomas Underwood vom Verfolgerfeld und wurde in den folgenden Jahrzehnten millionenfach verkauft. Es war der Anfang vom Ende der aktiven Arbeit.

Das moderne Büro begann, sich um diese aufkommende Technologie herum zu formen, was bedeutete, dass mehr Arbeitskräfte saßen und mehr Möbel entworfen wurden, damit die Schreibkräfte ihre Arbeit schnell erledigen konnten.

Man brachte ihnen bei, aufrecht und steif zu sitzen (und das auch auf schwachbeinigen Stühlen), damit sie die nötige mechanische Kraft aufbringen konnten, um schnell und exakt in die Tasten zu hauen. Dies war die Geburtsstunde der Sitzposition 90-90-90, bei der Ellbogen, Knie und Hüften
rechtwinklig gebeugt sind. Die Wahrheit ist, dass diese rigide Position, auch wenn sie einmal effektiv war, den Blutfluss durch den Körper hemmt, die Beinmuskeln verkürzt und die Wirbelsäule in eine unnatürliche Krümmung zwingt.

Unabhängig davon, wie sehr sich unsere Technologie über die Schreibmaschine hinaus weiterentwickelt hat, gilt unser Bekenntnis zur 90-90-90-Position auch heute noch als für Tastaturbenutzer „ergonomisch korrekt“. Und wir haben sehr darunter gelitten.

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Es gibt eine gesündere Art zu sitzen: Erfahren Sie mehr

Unabhängig davon, wie sehr sich unsere Technologie über die Schreibmaschine hinaus weiterentwickelt hat, gilt unser Bekenntnis zur 90-90-90-Position auch heute noch unverändert.
Und wir haben sehr darunter gelitten.

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Schneller, schneller, schneller: Wie Effizienz zu unserer Obsession wurde.

Im frühen 20. Jahrhundert schuf Frederick Taylor, gefolgt von seinen Protegés Frank und Lillian Gilbreth, eine mächtige Bewegung zur Eliminierung aller überflüssigen Aktionen am Arbeitsplatz, um „maximale Effizienz“ zu erreichen (EN). Was zunächst in der Fabrikhalle angewandt wurde, setzte sich schnell auch im modernen Büro durch. Die Schreibtische wurden in endlosen Reihen angeordnet („Taylorist rows“), sodass die Arbeitskräfte von ihren Vorgesetzten leicht beobachtet werden konnten, um die Pausenzeiten zu überwachen. Von den Toiletten über Trinkwasserspender bis hin zum Büromaterial, alles rückte immer näher an diese Schreibtische. Wer sich bewegte, arbeitete nicht hart genug. Und wer nicht hart genug arbeitete, konnte sicher sein, dass der Chef - der jetzt gemütlich in seinem Einzelbüro saß - schnell Ersatz für ihn finden würde.

Einige Lichtblicke. Ihrer Zeit voraus, aber ignoriert.

Einige wenige Designer erkannten, dass dieser Ansatz nicht funktionierte.

In den 1950er Jahren entwarf das „Action Office“ von Robert Propst und George Nelson modulare Möbelsysteme mit Trennwänden, die je nach Aufgabe verschoben werden konnten, sodass die Mitarbeiter gemeinsam arbeiten und die kontraproduktive Hierarchie der Einzelbüros zurückdrehen konnten. Dies hätte das erste wirklich moderne Büro sein können, in dem Designästhetik auf progressive Vorstellungen von menschlichen Bedürfnissen traf. Einige wenige hochmoderne Arbeitsplätze übernahmen dieses Modell, aber letztendlich scheiterte es. Schlimmer noch: es wurde verfälscht. Statt flexible, blütenförmig angeordnete Arbeitskapseln einzurichten, die in einem Winkel
von 120 Grad aneinander grenzen, um die Zusammenarbeit zu fördern, entschieden sich die meisten Unternehmen für das Frankenstein-Monster des Action Office und installierten hektarweise Trennwände im rechten Winkel, was die Geburtsstunde der „Cube-Farm“, des Großraumbüros mit Trennwänden, markierte.

In den 80er Jahren versuchten u.a. Galen Cranz und Peter Opsvik, die Dinge wieder ins Lot zu rücken, indem sie darauf hinwiesen, dass unsere Sucht, im Namen der Produktivität den ganzen Tag sitzend zu verbringen, unserem Körper schadet. Sie argumentierten, dass wir, wenn wir das Sitzen und Stuhldesign überdenken könnten, mit weniger Schmerzen und Beschwerden arbeiten. In ihrem 1984 erschienenen Buch, The Chair (EN), schreibt Cranz: „Schlimmer als das Sitzen auf einem normalen Bürostuhl ist nur das Sitzen auf einem Pfahl.“ Ihre Ideen galten jedoch als zu avantgardistisch und wurden weitgehend ignoriert.

Die Welt ignorierte auch Peter Opsvik, als er 1984 seinen radikalen Capisco Stuhl vorstellte. Opsvik und seine Kollegen gehörten zu den ersten, die über die Idee nachdachten, Unterstützung sollte eher von unten als von hinten kommen, und dass eine gesunde Wirbelsäule eigenständig funktionieren könnte und sollte (EN). [Capisco und Fully Balans Kniestuhl sind nach wie vor Säulen des Fully-Portfolios von Stühlen für aktives Sitzen. Dazu später mehr.]

Opsvik und seine Kollegen gehörten zu den ersten, die die Idee in Betracht zogen, dass die Unterstützung von unten statt von hinten kommen könnte und dass eine gesunde Wirbelsäule für sich selbst sorgen könnte und sollte.

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Einen Stuhl finden, der Sie bewegt: Erfahren Sie mehr

Was folgte, waren Schmerzen, und wir versuchten, sie auf jede erdenkliche Weise zu beheben, außer durch Bewegung.

Die falsche Antwort auf die richtige Frage: „Ergonomie“

In den 1970er Jahren hatte das moderne Büro einen wichtigen Wendepunkt erreicht. Die Einführung von Videoanzeigegeräten - Maschinen, die noch größer als Schreibmaschinen waren - bedeutete, dass jeder Arbeitsplatz zu enormer Größe anwuchs. Diese Displays entwickelten sich zu unseren heutigen Computerbildschirmen. Die Grenzen zwischen Manager und Schreibkraft verschwammen, und wir entwickelten uns von ein paar hunderttausend Schreibkräften zu zig Millionen, von denen die meisten keine Ausbildung hatten, was dazu führte, dass ihre Haltung noch schlechter war als die 90-90-90-Position.

Viele Millionen dieser Menschen litten schließlich unter Schmerzen, und wir versuchten, auf jede erdenkliche Weise Abhilfe zu schaffen, nur nicht, indem wir Ihnen zu Bewegung verhalfen. Denn, wer sich bewegt, ist nicht optimal produktiv, oder?

Unterdessen hatten Ärzte und Forscher die „übermäßige biomechanische Belastung der Gelenke“ — als „Verschleiß“ bezeichnet — als Ursache für büroarbeitsbedingte Schmerzen identifiziert.

Wie könnte man Abhilfe schaffen? Durch Polsterung! Der Ergon-Stuhl, der 1976 erstmals vorgestellt wurde, war im Übermaß gepolstert und mit einer nutzlosen Lendenwirbelstütze ausgestattet. Er sollte das Stützen des eigenen Körpers überflüssig machen, um maximale Produktivität zu ermöglichen und den „Verschleiß“ in Grenzen zu halten.

Andere Büromöbelhersteller folgten mit ihren eigenen marshmallow-weichen Stühlen, die
theoretisch die natürliche Wölbung der Wirbelsäule erhalten sollten. In der Praxis ermunterte dies jedoch den Benutzer, sein Becken nach vorne gleiten zu lassen, sodass sich die Wirbelsäule in eine garnelenähnliche Position krümmte.

Unter den Nachahmern war vor allem William Stumpf und sein Aeron, der als erster „ergonomischer“ Stuhl bezeichnet wurde. Mit dem Aeron gelang es, eine schlechte Sitzhaltung äußerst bequem zu machen, sodass die Benutzer sich nicht von der Stelle rührten - und in der Folge an Muskeltonus verloren.

Mit dem Aeron kamen eine Flut noch weniger erprobter ergonomischer Produkte (darunter eine Million Aeron-Imitationen) und eine neue Spezialistengattung — bekannt als „Ergonomen“ — die Design-Dienstleistungen anboten, die tatsächlich auf Effizienz und nicht auf echtes Wohlbefinden fokussiert waren.

Nichts hatte sich geändert. Wir saßen immer noch in 90-90-90 Positionen in Büros, die um die Schreibmaschine herum gebaut waren, und benutzten Produkte, die uns acht Stunden am Stück arbeiten lassen sollten, und der Schmerz nahm zu.

Ende des Jahrhunderts prognostizierte das National Institute of Occupational Safety and Health, fast die Hälfte aller Arbeitnehmer in den USA könnte „anfällig für Verletzung durch wiederholte Belastung“ durch „große Anstrengungen“ an der Tastatur werden.

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Wir saßen immer noch in 90-90-90 Positionen in Büros, die um die Schreibmaschine herum gebaut waren, und der Schmerz nahm zu.

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Eine Bewegung zur Bewegung

2014 verschaffte sich der Endokrinologe James Levine inmitten dieses Getöses Gehör mit seinem Anti-Sitz-Manifest „ Get Up: Why Your Chair Is Killing You and What You Can Do About It“ (Aufstehen: Warum Ihr Stuhl Sie umbringt und was Sie dagegen tun können).

Er prägte den Begriff der „Sitzkrankheit“ und erklärte, dass keine körperliche Betätigung den Auswirkungen von täglichem achtstündigem Sitzen entgegenwirken könne.

Es erregte die Aufmerksamkeit der Medien und die Öffentlichkeit wurde allmählich auf den Gedanken aufmerksam, dass ganztägiges Sitzen nicht nur die Ursache unserer Schmerzen, sondern von chronischer, lebensbedrohlicher Krankheit ist. Plötzlich hatten Visionäre wie Cranz und Opsvik, die jahrzehntelang die Welt vor dem Sitzen gewarnt hatten, die Plattform, die sie verdienten. Wissenschaftler beeilten sich, ihre Ideen zu erforschen, und wir begannen, unsere Arbeit zu überdenken. Stehschreibtische wurden zu einer begehrten Vergünstigung am Arbeitsplatz.

Aber es geht auch nicht darum, den ganzen Tag zu stehen.

Viele Menschen übertrieben es mit der Korrektur und ersetzten ganztägiges Sitzen durch den Versuch, den ganzen Tag zu stehen, wodurch sie ihre Gelenke schädigten und Krampfadern bekamen.

Es wurde klar, dass es nicht gut ist, tagtäglich den ganzen Tag in irgendeiner statischen Position zu parken. Es kommt auf Bewegung an. Tatsächlich ist jede Minute Aktivität hilfreich, so die „ Physical Activity Guidelines for Americans “ der Health and Human Services.

Endlich versteht die Arbeitswelt, dass Wohlbefinden und Produktivität Hand in Hand gehen. Beide sind abhängig von Bewegung, der Veränderung unserer Arbeitsumgebung, regelmäßigen Pausen für das Gehirn und dem Knüpfen sozialer Kontakte. Wir beginnen, Menschen nicht mehr nur als „Arbeitskräfte“ zu sehen, sondern als komplette Persönlichkeiten mit einer Verbindung zwischen Geist und Körper.

Wissenschaftliche Beweise nehmen zu: Nico Pronk, Professor an der Harvard T.H. Chan School of Public Health und Chief Science Officer bei Health Partners, sagt, der wichtigste wirtschaftliche Motor, den wir haben, seien „die Menschen, die zur Arbeit kommen und auf sich achten, damit sie optimal produktiv sein können. Das ist eine Unternehmensstrategie. Wenn es eine Kultur gibt, die einen Arbeitsplatz schafft, der Freude verschafft, wenn die Menschen gerne zur Arbeit kommen, ist das sehr gut für die Gesundheit des Unternehmens.“

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Ein gesundes Homeoffice: Erfahren Sie mehr

„Wenn es eine Kultur gibt, die einen Arbeitsplatz schafft, der Freude verschafft, wenn die Menschen gerne zur Arbeit kommen, ist das sehr gut für die Gesundheit des Unternehmens.“"

Gesunde Menschen, die sich zu Höchstleistungen im Stande fühlen und bei der Arbeit ihren „Flow“ finden? Ja, bitte.

Trennen wir uns von der Vorstellung, etwas, das als „ergonomisch“ etikettiert wird, könne all unsere arbeitsbedingten Schmerzen lindern. Besser noch, lassen Sie uns Ergonomie als das neu definieren, was sie unserer Meinung nach schon immer bedeuten sollte, nämlich als einen Weg, sich bei der Arbeit besser zu fühlen.

Wir dürfen Arbeit nicht als einen Ort betrachten, an den wir uns begeben oder als etwas, das wir tun, sondern als Gelegenheit, der Welt unser ganzes Selbst und unsere einzigartigen Talente und Gaben zu bringen. Die effektivsten und erfolgreichsten Unternehmen betrachten ihre Mitarbeiter nicht als Schöpfer von „Output“, sondern als lebendige Individuen, die die besten Beiträge leisten, wenn sie Zugang zu einem Arbeitsplatz haben, der sie dazu ermutigt, sich selbst in Geist und Körper zu präsentieren.

Fünf Schritte zu Wohlbefinden und Arbeitsfluss:

1) Stimmen Sie Ihren persönlichen Arbeitsbereich ab

Ihr Schreibtisch. Hier fängt alles an. Der ideale Arbeitsbereich beschränkt Sie nicht auf eine Position.
Höhenverstellbare Schreibtische ermöglichen eine flexible Feinabstimmung Ihrer Position während
des Tages. Ihr Körper weiß, was er will. Wenn wir auf ihn hören und entsprechend reagieren - eine
Weile sitzen, eine Weile stehen, uns anlehnen, strecken, eine Pause einlegen - dann sind wir nicht
nur produktiver, sondern fühlen uns am Ende des Tages auch besser und haben mehr Energie. Die
alte Ergonomie versuchte, Bewegung einzuschränken. Nun wissen wir, dass wir uns die ganze Zeit nach Bewegung gesehnt haben.

Ihr Stuhl. Um sich von der ungesunden 90-90-90-Position zu lösen, brauchen Sie eine Sitzoption, die Ihren Körper wach und alert und Ihr Blut im Fluss hält. Es gibt viele gesunde Arten des Sitzens, abhängig von Ihrer Aufgabe, Ihrer Stimmung, der Position Ihres Schreibtischs und Ihrer Persönlichkeit, aber gesundes aktives Sitzen hat ein paar wesentliche Züge:

  • Offener Hüftwinkel. Viele der beliebtesten Stühle von Fully, vom Capisco bis zum Tic Toc,
    haben Sitze, die wie Sättel aussehen. Diese Form öffnet die Hüften in ihre natürlichste und
    gesündeste Position und entlastet das Steißbein.

  • Nein zu 90. In der Schwerelosigkeit, im Schlaf oder im Wasser treibend findet unser Körper immer in eine bestimmte Position: in der Taille leicht abgeknickt, die Knie gebeugt, sodass sich unsere Füße unterhalb unsere Hüften befinden — sodass unsere Ohren, Schultern Hüften und Fußgelenke sich in einer Linie befinden. Stühle, die diese Position nachahmen, halten unser Blut im Fluss und unterstützen die Wirbelsäule dabei, unser Gewicht auf natürliche Weise zu tragen. Der Fully Balans ist ein klassisches Beispiel.

  • Rumpfspannung. Es mag zunächst nicht eingängig erscheinen, aber wir haben nach der Arbeit mehr Energie, wenn wir unsere Rumpfmuskulatur den ganzen Tag über beanspruchen, anstatt sie erschlaffen zu lassen. Stühle, die für Bewegung im Sitzen sorgen, machen den Unterschied, ob es nur eine leichte Rückwärts- und Vorwärtsbewegung oder etwas viel Spektakuläreres ist.

Zubehör, das einen Unterschied macht. Zu guter Letzt heben Sie Ihren Monitor in eine Position, in der Sie Ihren Kopf aufrecht halten, sodass sie nicht nach unten blicken und Ihren Nacken belasten müssen. Im Idealfall können Sie Ihren Monitor im Laufe des Tages ein wenig anheben und absenken.


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Sitzen neu denken: Erfahren Sie mehr

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2)Gönnen Sie sich verschiedene Arten zu arbeiten

Die ideale Büroumgebung ist eine, in der wir frei arbeiten können, sei es allein an unserem Arbeitsplatz, mit anderen vernetzt, entspannt auf weichen Lounge-Sitzen oder gemeinsam in größeren Gruppen in einer aktiven Umgebung. Zum Glück setzt man in immer mehr Büros auf flexible und aktive Designs, die dieses Gleichgewicht fördern. Aber die Auflockerung der Art und Weise, wie wir arbeiten, ist in jeder Umgebung möglich und Positionswechsel halten unser Blut im Fluss und unseren Geist beschäftigt.

3) Gönnen Sie Ihrem Gehirn regelmäßige Pausen

Sie sind beschäftigt. Wir sind beschäftigt. Alle sind beschäftigt. Zahlreiche Untersuchungen belegen jedoch (eng), dass regelmäßige Pausen — indem man für eine kleine Mahlzeit den Platz verlässt, die Umgebung wechselt, einen Spaziergang unternimmt — nicht nur der Gesundheit und Kreativität förderlich sind, sondern auch die Produktivität steigern. Diese kleinen Pausen befeuern die Produktivität, indem sie dafür sorgen, dass wir uns den ganzen Tag über „aufgeladen“ fühlen.

4) Schaffen Sie Raum für soziale Kontakte.

Ob Sie daheim oder in einem überfüllten Büro arbeiten, ob Sie introvertiert oder extrovertiert sind, ohne soziale Verbindungen können Sie bei der Arbeit nicht Ihr Bestes geben. Regelmäßige Pausen einzulegen, um mit anderen in Kontakt zu treten, führt unserem Körper und unserem Geist neue Energie zu und verschafft uns mehr Ausdauer, wenn wir wieder unserer Soloarbeit nachgehen.

Wenn Sie im Homeoffice arbeiten, greifen Sie zum Telefon und rufen Sie einen Freund oder Kollegen an. Berichten Sie über Frustrationen oder kleine Siege und hören Sie sich auch an, was Ihr Gesprächspartner zu erzählen hat. Noch besser: Gehen Sie dabei auf und ab.

5) Arbeitsleistung erfordert die Gesundheit des ganzen Körpers.

Es scheint offensichtlich, dass unsere Gefühle unser Denken beeinflussen und umgekehrt. Das Überraschendste an der „Geist-Körper-Verbindung“ ist, dass wir irgendwann dachten, sie existiere nicht.

 
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Das Überraschendste an der „Geist-Körper-Verbindung“ ist, dass wir irgendwann dachten, sie existiere nicht.

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Möchten Sie weitere Informationen?

  • Cristina Banks Gruppe am Interdisciplinary Center for Healthy Workplaces veröffentlichte ein Buch mit dem Titel: Built to Thrive: How to Build the Best Workplaces for Health, Well-Being and Productivity (Für den Erfolg gebaut: Wie man die besten Arbeitsplätze für Gesundheit, Wohlbefinden und Produktivität aufbaut). Es ist hier erhältlich.

  • Gemeinnützige Organisationen, wie das eben erwähnte Interdisciplinary Center for Healthy Workplaces und das New York City’s Center for Active Design, leisten großartige Arbeit.

  • Das Center for Active Design betreibt das Fitwel-Programm in  usammenarbeit mit zwei Bundesbehörden, der CDC und der General Services Administration. Fitwel veröffentlichte kürzlich ein kostenloses, benutzerfreundliches Handbuch mit dem Titel The Office Guide to Promoting Health (Büroleitfaden für die Förderung der Gesundheit). Es gibt auch eine Bewertungsliste.

  • Das Center for Active Design veröffentlicht eine Arbeit über die Vorteile von Sitz- /Stehschreibtischen, einen Möbelstil, den Fitwell-Certification-Kunden seit langem in ihre Gebäudeplanung einbezogen haben.

Sind Sie Teil dieser Bewegung? Fully würde gern erfahren, wie Sie einen aktiven Arbeitsplatz schaffen. Schicken Sie uns eine Nachricht, wir teilen dann Ihre Idee.


Fully möchte der Autorin, Journalistin und Freundin Cathryn Jakobson Ramin, die recherchierte, die Interviews führte und an der Redaktion dieses Beitrags beteiligt war, ganz besonderen Dank aussprechen.